Leonardos Fahrrad? jörns notizen

01.
Juli
2015

Genau!

Genauigkeit ist nicht unbedingt ein heraus­ragendes Merkmal unserer Zeit. Und dennoch ist es allgegenwärtig, dies “Genau!”

Ich frage mich, woher das kommt. Der mhd. Ursprung niuwen für “zerreiben, zerstoßen, zerstampfen” macht die pedantische Seite der Genauigkeit deutlich.

Aber dies “Genau!” höre ich heute sehr oft in für mich sinnfreiem Kontext. “Öhm, genau, und dann haben wir.. Genau, und dies ist… äh, ja, genau, ich würde sagen…” – Ist das schlicht eine Ergänzung zu überkommenen Verlegenheitslauten “Öhm”, “Äh”, “Jaa”? Oder gibt es ein früher gebräuchliches Äquivalent? Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

1. Juli 2015, 23:50

01.
Mai
2015

Strohhalm...

Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man so leicht dahin… ich lebe aber noch.

Liebe Leute da draußen, bitte beginnt zu lesen. Nicht hier, sondern zum Beispiel Anna Bisellis sorgsam zusammengestelltes Auseinandernehmen eines der jüngsten Auswürfe des Herrn Oettinger. Und falls eine Brechtüte zur Hand ist, lest auch das Original. Was will man dazu noch sagen?

Lasst uns doch alle mal annehmen, dass unsere Politiker und ebenso die Vertreter der Exekutive im Grunde nur das Beste wollen. Für uns alle, meine ich jetzt, nicht für sich selbst. Lasst uns nicht länger darüber nachdenken, was wir eher zu ertragen vermögen, Dummheit oder Korruption. Lasst uns einen Neustart versuchen. Jeder, der begriffen hat, dass uns diese Art von Politik in den Abgrund führt, wende sich an seine(n) Abgeordnete(n), reiche die Hand und erbitte einen Neustart. Führt diesen Leuten vor Augen, dass da etwas furchtbar schiefläuft. Vielleicht haben sie ja wirklich nur noch nicht verstanden, dass sie sich von den falschen Beratern vorführen lassen.

1. Mai 2015, 21:23

02.
März
2015

What do they do?

Had a hard discussion today on what to expect from a compiler’s optimization behaviour. And actually it’s all but easy to find clear information on what the compiler will do in which case. What “optimization hint” will be counterproductive, which not. On the desirable way of compilers to a level where they are able to interprete programs good enough to compile them into the optimal machine code, on that way are stumble stones spread out, so countless…

That reminds me on what lets me fear some possible future: too many people believe in technology results. For instance the feeling, that a pocket calculator had a better understanding of sum with fractions than it’s users. No. You’re wrong, all this is just some algorithm, no understanding. It’s no intelligence. At least not yet. And so, I want to call out to all of you, please, safe our future by keep thinking yourself.

2. März 2015, 20:41

17.
Februar
2015

Vorratsdaten­speicherung reloaded...

Zum wievielten Male eigentlich, fragte ich mich, als unser Herr Bundesinnenminister im Januar reflexhaft die Vor­rats­datenspeicherung ausbuddelte…

Auf netzpolitik.org haben sie sich die Mühe gemacht, diese Frage zu beantworten – und die Rufe nach dem brandgefährlichen Monstrum zusammengetragen: Beißreflex Vorrats­daten­speiche­rung. Der Herr Uhl (Das Land wird von Sicherheitsbehörden geleitet) war natürlich immer unter den Schnellsten. Mist. Ich hatte es schon fast vergessen, dies Trauerspiel um den beratungsresistenten Herrn Uhl, dessen Äußerungen regelmäßig von solch tiefer Ahnungslosigkeit gezeichnet sind, dass ich manchmal fast zu glauben geneigt bin, er sei noch nicht korrupt.

Der Übersicht auf netzpolitik.org entnehme ich auch, dass “Mutti” neuerdings mit “Mindestspeicherfristen” den verbrannten Begriff der “Vorratsdatenspeicherung” unter den Teppich zu kehren versucht. Nun denn, wenigstens ist es diesmal kein Doppelmoppel.

17. Februar 2015, 21:35

10.
Februar
2015

Just stumbled upon...

Nachgeschlagen, ‘auswendig’ auf Englisch: ‘by heart’ oder ‘from memory’. By heart, how delightful is that!? Da kommt mir Ulla Hahn in den Sinn, die zwischen “Inwendig-Lernen und Auswendig-Sagen” unterscheiden mag (“Mit dem Gaumen des Herzens”, in “Dichter in der Welt”).

Dagegen tendieren die mir entgegenpurzelnden Übersetzungen von ‘in- und auswendig’ ins Englische gänzlich in Richtung ‘die Platte kenne ich schon in- und auswendig’ (‘to know somebody/something inside out’, ‘to know something backwards and forwards’, ‘to know something like the back of one’s hand’).

Ulla Hahns “Inwendig-Lernen” und ‘by heart’ sind sich recht nah. Ich werde für ‘auswendig’ in Zukunft öfter zu ‘by heart’ greifen; denn bitte was, wenn nicht Herzensangelegenheiten, motiviert mich noch dazu, etwas ‘from memory’ parat zu haben?

10. Februar 2015, 21:10

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