Leonardos Fahrrad? jörns notizen

31.
Mai
2010

Anatevka

‘Gebt uns auf dem Theater und im Film den Zerrspiegel unseres Lebens, dieses Lebens, des heutigen Lebens – und wir würden in einem Lachkabinett sitzen, in dem wir nicht immer genau wissen, was für Tränen es sind, die uns da aus den Augen kullern.’ – so forderte Tucholsky. Ich finde, diese Zeilen passen zur Anatevka-Inszenierung, die derzeit im Dresdner Schauspielhaus zu er-leben ist, von Heidi Leutgöb und Hannes Muik gelenkt, in einer wunderbar bespielbaren Kulisse von Renate Schuler. Eine ganze Familie professioneller Wegbegleiter hat uns Amateuren den Weg gebahnt. Auf jene Bretter, die die Welt bedeuten – eine Behauptung, deren Zustandekommen ich angesichts des gelebten Glücks der vergangenen Wochen und der Vorfreude auf alle kommenden Vorstellungen gut nachvollziehen kann. Bleibt nur dies Wort zu sagen, ein glücksfederleichtes, bedeutungstonnenschweres Danke!

31. Mai 2010, 08:38