Leonardos Fahrrad? jörns notizen

14.
September
2011

Ambivalenzien

Ambivalenzien

Aufbruch nach Ambivalenzien, dem Land der doppelten Böden. Morastgewordene Muttererde brachliegend hier, betonkopfge­zeugte, morsche Kruste dort. Darauf die mausgrauen Monumente totgeborener Zukunft, berstend über trümmerreichen Untiefen zertretener Vergangenheit. Inmitten rostig-trostlosen Zerfalls zartbittre Sprossen doppelbödigen Humors, mehr unter- denn hintergründig; noch flutet fetter Sumpfdotterblumen dralles Gelb jeden Riss im alten Beton, noch künden Leuchttürme hölzernen Blendwerks vom Marsch auf den ausgetretenen Fehlerpfaden der Vorangestolperten. Statt Wandel noch Wandeln nur, durchs Legoland zerbröselnder Träume, Blaupause der simplen Gemüter neuer, alter Apparatschiki, Stilblüten hegend. Die Hochzeiten alter Blüte leben fort an glücklicheren Orten, wann fortan wieder hier, inmitten neugeborener Lebenslust? Ohne Saat nimmer, ob auch manche Saat verdorrt – nicht ohne Aufbruch nach und in Ambivalenzien…

Ambivalenzien

Ambivalenzien

Ambivalenzien

14. September 2011, 21:19