Leonardos Fahrrad? jörns notizen

12.
März
2013

Schwarzer Rauch, weißer Rauch...

Da sind sie nun in ihren Kammern mit sich und Gott allein. Sie haben sich zurückgezogen und sind, wenn alles seine Ordnung hat, getrennt von dem Gedröhn der Welt. Beneidenswerter Zustand. Wie sie in diese Position gekommen, scheint außerhalb des Traums von demokratischen Prozessen. Sie sind ernannt von einem Papst, und haben nun aus ihren Reihen einen Papst zu wählen. Sie mögen miteinander handeln, Kompromisse suchen, strategisch denken oder mit dem Herzen tun. Am Ende wird der weiße Rauch den neuen Papst ankünden, und dieser eine hat sodann das letzte Wort, stellvertretend freilich. Mir als Lutheraner und zuweilen an unserer repräsentativen Demokratie Zweifelndem müsste die Papstwahl vielleicht ein bisschen suspekt sein. Aber nein. Ich stelle fest, dass ich sie als ehrlicher empfinde als alles, was sich derzeit gerne “demokratisch” nennt.

12. März 2013, 21:24