Leonardos Fahrrad? jörns notizen

03.
Februar
2007

ein graues morgenlied

einsam verwehen lichter am fernen horizont
die krähen ziehen dichter, noch eben schien der mond
und zwischen alten bäumen als rinnsal nacht verlief
ich tauche aus den träumen, du atmest still und tief

die welt scheint zu erwachen, aschfahl und trüb das licht
von ferne klingt ein lachen, die sonne ist es nicht
der tag beginnt zu lärmen, kaum, dass tag morgen traf
ich suche dich zu wärmen, zu hüten deinen schlaf

das nirgendwo der träume in dichtem nebel bleibt
wo draussen auf dem flusse des lebens schute treibt
mein herz beginnt zu jagen, die schläfen pochen wild
doch wenn mich ängste plagen, wirst du mir schutz und schild

das leben hat erbarmen, dass es dich zu mir rief
liegst du in meinen armen und atmest still und tief
so wärmst du meine seele, bis mir die sonne scheint
kaum, dass ich dich erwähle, nur noch der himmel weint

3. Februar 2007, 09:35