Leonardos Fahrrad? jörns notizen

16.
August
2007

Sommerloch

Leise, am Beginn ganz leise hebt Regen an im Laub zu rascheln, kaum merklich wächst das Rauschen in den Blättern, bis schließlich aus der Sickergrube Plätschern blechern durch die Regenrohre hallt wie fernes Trommeln. Es ist ein Morgen, dem ich gute Nacht zurufen wollte, aus meinem Sommerloch heraus, in das ich mich gegraben habe, im Treibsand meiner Hast. Phlox leuchtet fahl aus trübem Dunkel unter tiefen Wolken, säumt meinen Weg der Flucht vorm Muss, der mich beinah gefallen sah. Und so im Stolpern innehaltend Gefallen an der Muße wiederfinden ließ. Ich mache mirs im Sommerloch bequem. Die regenreine Luft, das leise Rauschen, das tropfensatte Blattwerk öffnen meine Augen, und zwei kristallen grüne Lichter leuchten mir zu Dir: nach Haus.

16. August 2007, 16:02